mycon implementiert Beschichtungsanlage „CoverMaster”

Kompetenz und Know-how im Bereich Verfahrenstechnik und Maschinenbau

© mycon GmbH

Einblick in die neuentwickelte Beschichtungsanlage © mycon GmbH

Ende 2014 hat das Bielefelder Unternehmen mycon GmbH bei einem großen Industrieunternehmen aus Ostwestfalen-Lippe die erste vom Unternehmen selbstentwickelte Beschichtungsanlage implementiert und in Betrieb genommen. Die gesamte Anlage wurde dabei von der mycon GmbH entwickelt und gebaut. In die Anlage flossen Entwicklungs-Know-How und Erfahrungswerte aus der Beschichtungstechnik ein.

mycon ist als Hersteller von Reinigungssystemen bekannt, die mit Trockeneis, Kleinstmengen Wasser oder diversen Strahlmitteln arbeiten. Die Anfrage eines Kunden führte zu der Entwicklung einer neuartigen Beschichtungsanlage, die in erster Linie geeignet ist für die Beschichtung und Lackierung von längeren Teilen wie z.B. Drähte, Bänder, Rohre, Stangen oder Profile.

Entwicklung und Bau aus einer Hand

An der Entwicklung dieser Beschichtungsanlage arbeitet mycon seit einigen Jahren und hat die Entwicklung in diesem Zeitraum kontinuierlich vorangetrieben. Der Industriekunde aus OWL kam ursprünglich auf mycon zu, da das Unternehmen selbst ein neues Korrosionsschutzmittel entwickelt hatte, dass jedoch nicht spritzfähig war. Benötigt wurde eine Durchlaufanlage, welche Durchlaufgeschwindigkeiten bis 80m pro Minute gewährleisten sollte. Die Betriebskosten sollten weit unter den Kosten konventioneller Anlagen liegen.

Umsetzung und Ideengenerierung

Die Idee für das Vorhaben wurde durch mycon in einem ersten einfachen Prototyp umgesetzt, den der Kunde zur Durchführung erster Versuche kaufte und über einen Zeitraum von über zwei Jahren einsträngig testete. Die Tests verliefen so erfolgreich, dass der Kunden den Gesamtauftrag für die Anlage im vergangenen Jahr an mycon zur Gesamt- und Weiterentwicklung übertrug.

Der Gesamtauftrag beinhaltete die Übertragung des einsträngigen Verfahrens auf mehrere Stränge und umfasste die von mycon entwickelten Beschichtungsköpfe, die steuertechnische Anbindung an die Produktionslage, Vorratsbehälter für das Medium, die Temperierung des Mediums sowie die komplette Installation und Implementation vor Ort. Im Dezember 2014 wurde die Anlage beim Kunden erfolgreich in Betrieb genommen.

Weiterentwicklung vorantreiben

Das Unternehmen konnte sein Wissen im Bereich Coating und Maschinenbau innerhalb des Projekts weiter ausbauen und intensiv an Verfahren und Thematiken forschen. mycon arbeitet bereits an der Weiterentwicklung des Verfahrens für noch höhere Durchlaufgeschwindigkeiten. Eine zusätzliche Anforderung ist die Möglichkeit zur ausnahmslosen Verarbeitung sämtliche Korrosionsschutzbeschichtungen, Farben und Lacke. Die neue Anlage soll bereits in wenigen Monaten für den Markt bereitgestellt werden.

Quelle: mycon GmbH