02.10.2009

UDE: Neuer dualer Studiengang

In "Steel Technology and Metal Forming" soll gezielt ingenieurwissenschaftliches Fachpersonal in der Stahlwerksmetallurgie ausgebildet werden, an dem es schon heute auf dem Arbeitsmarkt mangelt.

"Die Idee dazu wurde in einem Kreis von Wissenschaftlern und Kollegen aus der Fachindustrie geboren", sagt Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Paul Josef Mauk. "Duisburg ist das Zentrum der Eisen- und Stahlindustrie, da liegt eine Kooperation mit den hier ansässigen Unternehmen nahe. Wir wollen fachlich spezialisierte Kräfte ausbilden, die einen starken Praxisbezug mitbringen und in einer kleinen Gruppe unter sehr guten Bedingungen ausgebildet wurden."

In diesem Wintersemester wird es zunächst eine Kooperation mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) geben. Die Studierenden absolvieren bei HKM berufspraktische Ausbildungsanteile. Diese bilden in Kombination mit der universitären Lehre ein innovatives Element in der Ausbildung im Bereich der Verfahrens- und Industriemechanik für die Eisen- und Stahlerzeugung, das es in dieser Form bundesweit bislang nicht gibt. Mittelfristig ist die Ausweitung des geplanten Studienangebots auf weitere industrielle Kooperationspartner (z.B. Thyssen Krupp Steel) vorgesehen.

Bewerbung bis zum 31. Oktober

Der duale Studiengang "Steel Technology and Metal Forming" ist zulassungsfrei, einschreiben kann man sich noch bis 31. Oktober 2009. Voraussetzung ist aber ein Ausbildungsvertrag mit HKM (dazu muss ein Eignungstest absolviert werden). Für die künftigen Studenten geht es zunächst drei Mal die Woche zu den Hüttenwerken Krupp Mannesmann und zwei Tage in die Uni. Die HKM übernimmt übrigens auch die anfallenden Studiengebühren. Im Mittelpunkt des Faches stehen die Erzeugung metallischer Werkstoffe aus ihren Erzen in metallurgischen Verfahren sowie ihre Raffination, etwa in Stahlwerken, und die Weiterverarbeitung durch Stranggießen und Umformen.

Der Studiengang ist international ausgerichtet; so wird einerseits die Ingenieurausbildung an die Globalisierung der Märkte angepasst und andererseits wird das Studium für ausländische Studierende erleichtert. Die Einsatzbereiche der Absolventen liegen im gesamten Technologiebereich der Eisen- und Stahlindustrie, wie in der Erzaufbereitung, bei Sinteranlagen, Hochofen- und Stahlwerksbetrieben, sowie Stranggießanlagen und Walzwerkseinrichtungen. Neben der Fertigung und Produktion gibt es zudem vielfältige Einsatzbereiche auf dem Gebiet der Qualitätssicherung, der Stahlanwendung und im Bereich der Eisen- und Stahl- sowie metallerzeugenden Industrie.