07.12.2009

Materialeffizienz-Preis 2009 vergeben

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Berlin fand die Konferenz "Mit Effizienz gewinnen. Erfolgreich Material und Energie sparen" statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stand es zu zeigen, wie Material- und Energiesparen in der Praxis funktioniert. Über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren aus erster Hand, wie Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen erhebliche Material und Energiepotenziale aufdeckten. Ferner wurden auf der Konferenz wurden vier Unternehmen und erstmalig eine Forschungseinrichtung mit dem Deutschen-Materialeffizienz-Preis ausgezeichnet. Die Preisträger waren
- die Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Limburg: Alle Kräfte für nachhaltige Materialeinsparungen,
- die Helmut Diebold GmbH, Jungingen: Materialverluste wie weggeblasen,
- die Behindertenfahrzeuge Helmut Jelschen GmbH, Bad Zwischenahn: Materialsparender Umbau von Serien-Pkw zu Behindertenfahrzeugen,
- die LIC Langmatz GmbH, Garmisch-Partenkirchen: Aus Autodach wird Kabelschacht sowie
- das Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik, TU Clausthal, Clausthal-Zellerfeld: Verschnitt aus Kohlen- und Glasfasergewebe wird zu Massenbauteilen für Autos, Möbel oder Fahrräder.

Eine Anerkennung sprach die hochrangig besetzte Jury auch dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid für eine serienreife, materialeffizientere Materialverwertung in der Produktion von Kunststoffteilen aus.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann: Im Bereich der Material- und Energieeffizienz gibt es Reserven, die wir gerade jetzt nutzen sollten - im Interesse der Unternehmen, aber auch der Volkswirtschaft."

Material- und Energieeffizienz erhöht die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen. Es gibt erstaunliche Rentabilitätseffekte in sehr kurzer Zeit. Experten sehen Einsparpotenziale bis zu 20 Prozent; das entspricht einem Volumen von jährlich 100 Milliarden Euro. Gerade den mittelständischen Unternehmen sind diese Sparmöglichkeiten oft nicht bewusst. Deshalb gibt das BMWi kleinen und mittleren Unternehmen durch ein Impulsprogramm zur Verbesserung der Materialeffizienz und den "Sonderfonds Energieeffizienz" Anreize.