21/07/2010

Leibniz Universität Hannover baut Windenergietechnik aus

„Mit Professor Reuter haben wir einen herausragenden Windkraft-Experten aus der Industrie gewonnen und bauen so die Führung im Bereich Windenergie weiter aus“, sagt Professor Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover. Zu diesem Konzept gehört auch der neue Masterstudiengang „Windenergietechnik“, der ab Wintersemester 2011/12 startet.

Finanziert wird die Professur zu 75 Prozent von der Leibniz Universität Hannover und zu 25 Prozent vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Bremerhaven, dessen Leitung Professor Reuter ebenfalls übernehmen wird. Dank dieser Kooperation wird die Grundlagenforschung im Bereich Windenergietechnik der Leibniz Universität mit der industrienahen Forschung des Fraunhofer IWES verbunden – so profitieren beide Partner.

Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre steht die Technologie von Windenergieanlagen. Die Forscherinnen und Forscher werden sich dabei auch mit Materialien, Bauweisen, Betriebsführung und Wartung der Anlagen sowie mit Konstruktionen und Verfahrenstechniken des Leichtbaus befassen. In diesem Zusammenhang entsteht derzeit unter der Leitung von Prof. Raimund Rolfes, Institut für Statik und Dynamik, und Prof. Peter Schaumann, Institut für Stahlbau, eine an der Leibniz Universität angesiedelte Projektgruppe des Fraunhofer IWES zum Thema Tragstrukturen.

Dr. Andreas Reuter, W3-Professor für Windenergietechnik, ist 45 Jahre alt und hat Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Berlin studiert. 1995 promovierte er zum Thema Betriebsfestigkeit von Windkraftanlagen. Anschließend ging er als Konstruktionsleiter, Generalbevollmächtigter und Geschäftsführer in die freie Wirtschaft, arbeitete bei verschiedenen Windkraftherstellern und Ingenieurbüros. „Ich hatte das Glück, beim Entstehen einer innovativen Branche innerhalb der vergangenen 25 Jahre mitwirken zu können. Nun freue ich mich darauf, in der Lehre und der Forschung für eine nachhaltige Entwicklung der Windenergie arbeiten zu können“, sagt Professor Reuter.