28/11/2011

Langlebig, wartungsarm und SIL-konform

Überall dort, wo Durchflüsse von Flüssigkeiten oder Gasen kontinuierlich gemessen werden, wo Zuverlässigkeit entscheidet, ist der neue Glas-Rotameter® RAGN von Yokogawa die richtige Wahl. Als erstes Glas-System seiner Art kann er für SIL-Anwendungen eingesetzt werden. Er wurde entwickelt, um maximale Lebensdauer mit hoch zuverlässigem und dabei praktisch wartungsfreiem Betrieb in Einklang zu bringen.

"Yokogawa setzt im Rahmen seines VigilantPlant®-Konzepts ausdrücklich auf Kontinuität und Verlässlichkeit. Dazu gehören bewährte Messprinzipien und langlebige Technologie, die den Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit bieten", betont Walter Staudt, Business Development Manager Flow bei der Yokogawa Deutschland GmbH.

RAGN (R=Rota; A=variable Area, Schwebekörper; G = Glas) kennzeichnet die neue Baureihe von Rotametern, das N steht dabei nicht einfach für "Neu", sondern für ein übersichtliches, auf Kundenbedürfnisse abgestimmtes Typensortiment, für modularen Aufbau und modernes Design.

Dank des jetzt vorliegenden FMEDA (Failure Modes Effects and Diagnostic Analysis)-Bericht für SIL-klassifizierte Regelkreise verfügt Yokogawa als erster Lieferant über ein umfassendes Sortiment von Rotametern für SIL-Anwendungen - nicht nur aus Metall, sondern auch aus Glas. "So stärken wir die Qualität unserer Automatisierungslösungen speziell im Hinblick auf Safety Excellence, einen wichtigen Eckpfeiler der Operational Excellence", erklärt Staudt.

Mit Reed-Schaltern ausgestattet, wurden diese Rotameter® als SIL 1-konform eingestuft, und zwar entsprechend dem überarbeiteten Standard IEC/DIN EN 61508:2010. Sie entsprechen ebenso den Anforderungen der Maschinenrichtlinie ISO 13849-1.

Dabei setzt Yokogawa auch künftig auf ein seit über 100 Jahren bewährtes und erfolgreiches Messprinzip. Schon kurz nachdem Karl Küppers im Jahre 1909 den ersten Rotameter® entwickelte, wurden Bedeutung und Nutzen des Schwebekörper-Messprinzips allgemein anerkannt. Erstmals konnte rein mechanisch und kontinuierlich der Durchfluss gemessen werden. Das Prinzip ist so einfach wie genial:

Ein Schwebekörper wird in einem konisch geformten Glasrohr angehoben und seine Position an einer Skalierung auf dem Glas als Durchflusswert abgelesen. Daran hat sich in mehr als einem Jahrhundert nichts geändert. Dennoch wurden Rotameter® kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert, so dass sie auch aktuellen Anforderungen der Prozessindustrie entsprechen. Dazu gehört es zum Beispiel, neben der Möglichkeit einer visuellen Ablesung auch analoge und digitale Ausgangssignale bereitzustellen, wie sie in Leitsystemen verarbeitet werden können. Rotameter® sind einfache und damit sehr zuverlässige Instrumente, die kaum Wartung erfordern. Diese Eigenschaften haben dafür gesorgt, dass sie von Kunden in unterschiedlichsten Branchen geschätzt werden.

Der RAGN widersteht auch korrosiven Medien, besitzt ein robustes Edelstahl-Gehäuse und verfügt über einen weiten Messbereich von 2 ml/h - 10 m³/h Wasser und 0,1 l/h - 160 m³/h Luft. Das gläserne Messrohr trägt eine leicht ablesbare, gelb hinterlegte Skala und ist mit einem drehbaren Splitterschutz aus transparentem Kunststoff ausgestattet. Dieser verhindert, dass im Falle eines Glasbruchs Splitter oder aggressive Medien nach vorne austreten. Dank des modularen Designs lassen sich Grenzwertschalter einfach nachrüsten, um Tief- und Hochalarme für den Durchfluss zu erzeugen. Dabei löst der magnetische Schwebekörper den Alarm aus, wenn er den Schalter erreicht bzw. passiert. Zur einfachen Verkabelung kann eine optional erhältliche Anschlussbox verwendet werden. Unterschiedliche Prozessanschlüsse und verschiedenen Baugrößen komplettieren das RAGN-Portfolio.

Ein allgemein und auch in den Unternehmen steigendes Bewusstsein für Energieeffizienz macht das rein mechanische Messprinzip eines Rotameters zusätzlich attraktiv. Für die Betreiber prozesstechnischer Anlagen sind optimale Produktivität, niedrigerer Energieverbrauch und damit geringere Energiekosten wichtige Erfolgsfaktoren. Rotameter® mit ihrem geringen Druckabfall helfen zum Beispiel, den Energiebedarf der Medienpumpen zu reduzieren - ein wichtiger Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Sie benötigen für die Messung keine elektrische Energie und leisten deshalb schon grundsätzlich einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Im Rahmen der üblichen Anwendungen und unter normalen Betriebsbedingungen erfordern sie nahezu keine Wartung und besitzen eine fast unbegrenzte Lebensdauer. Die neuen RAGN-Geräte lassen sich komplett zerlegen und bestehen ausschließlich aus wieder verwertbaren Materialien. Der modulare Aufbau aus Standardkomponenten, die auch in anderen Yokogawa-Durchflussmessgeräten zum Einsatz kommen, führt bereits bei der Produktion zu Synergieeffekten. So werden Ressourcen und Energie eingespart. All dies schafft die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft, die Yokogawa über den gesamten Produkt-Lebenszyklus im Blick behält.

Quelle: Yokogawa Deutschland GmbH
www.yokogawa.com/de