22/03/2010

KEMA: Studie für Offshore-Windparks in der Nordsee

Nach vollständiger Inbetriebnahme wird die maximale Gesamtkapazität der beiden Windparks 1,200 MW betragen und es werden ca. 4,5 Milliarden kWh Strom pro Jahr erzeugt, genug um 1,2 Millionen Haushalte zu versorgen. Die beiden Windparks sind von grundlegender Bedeutung für das Erreichen der deutschen Windenergieziele - bis zu 25.000 MW installierte Offshore-Windkapazität bis 2030 - und sollen bis zum 31.12.2015 realisiert werden.

Die Ergebnisse der FEED Study werden wichtige Informationen für die Projektplanung liefern und die Grundlage für weitere Planungs- und Investitionsentscheidungen der EnBW bilden. Die beiden Windparks werden ca. 85 km nördlich der Insel Borkum errichtet werden. Die Gesamtkapazität der beiden Windparks wird bis zu 1,200 MW betragen, abhängig vom endgültigen Windpark-Layout und Design der Windturbinen. Die Fläche, auf der die Windparks errichtet werden, umfasst 105 kmsquared bei einer Wassertiefe von 38 m bis 40 m.

KEMA ist verantwortlich für die Erstellung und Bewertung der unterschiedlichen Konzepte wie Windpark-Layouts, die Auswahl der Windturbinen, die Fundamente, die Plattformkonzepte, die Installationsabläufe und die maritimen Logistik. Diese Bestandteile der Studie bilden die wichtigsten Eingangsgrössen für die "Design-Basis", gemäss den Anforderungen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Um den Ertrag des Projektes zu optimieren werden die Gesamtkosten über die Lebensdauer der Anlagen betrachtet: Die Beschaffung, die Errichtung, der Betrieb und der Rückbau. Hauptbestandteile sind Wartung und Instandhaltung einschliesslich Konzepte für den Transport des Personals, Schiffstypen, Helikoptertransport sowie die Wohnplattform. Die Umsetzung des Projektes wird durch ein internationales Team aus den KEMA Niederlassungen in Arnheim (Niederlande), Bonn, Dresden und Hamburg (Deutschland) durchgeführt werden. In diesem Projekt wird KEMA durch die IMS Ingenieurgesellschaft GmbH, Hamburg und durch die DEWI GmbH, Wilhelmshaven unterstützt.

Pier Nabuurs, Vorstandsvorsitzender von KEMA: "Der Gewinn dieses Auftrags von EnBW, trotz starkem internationalen Wettbewerb, unterstreicht und stärkt die Rolle von KEMA als Anbieter multi-disziplinärer Beratungsleistungen für den Offshore- und Onshore-Windsektor. Wir freuen uns bei der Realisierung der deutschen Windenergieziele bis 2030 aktiv mitzuwirken."