Ist Innovation planbar?

Europas führender Grobblechhersteller lädt zum „Dillinger Tag der Innovation“

© AG der Dillinger Hüttenwerke

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Unter dem Motto „Ist Innovation planbar?“ zeigte der „Dillinger Tag der Innovation“ am 9. Juni 2016 in der Stadthalle in Dillingen eindrucksvoll, dass Innovationen bei einem weltweit agierenden, hochmodernen Stahlhersteller wie der AG der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger) definitiv kein Zufall sind. Zahlreiche interne wie externe Vorträge, Dialoge, Postersessions und Clips boten den rund 350 Gästen interessante Einblicke in innovative Forschungs- und Entwicklungs­arbeiten an verschiedenen Dillinger Produkten und Prozessen.

„Wir sind heute in der Lage, 2.000 verschiedene Stahlgüten herzustellen. Dabei geht der Trend zu immer komplexeren Anforderungsprofilen, wie zum Beispiel höherfeste und gleichzeitig zähere Stähle, Grobbleche mit besonderen Dimensionen oder für den Einsatz unter arktischen Bedingungen“, so Dillinger Technikvorstand Dr. Bernd Münnich in seiner Begrüßungsrede. „Gerade auch in einem wirtschaftlich immer schwieriger werdenden Umfeld spielt die Forschung und Entwicklung innovativer Produkte und Prozesse für die Zukunftssicherung eine ganz entscheidende Rolle.“

Um die Planbarkeit und die Voraussetzungen für Innovation ging es an­schließend auch bei der Podiumsdiskussion mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Dr. Bernd Münnich, Innovationsmanager Benno van Aerssen, Prof. Dr. Frank Mücklich, Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes und Leiter des Material Engineering Center Saarland sowie Prof. Dr. Andreas Kugi, Institut für Automatisierungs- und Reglungstechnik an der Technischen Universität Wien. Wesentliches Fazit: „Innovation braucht kluge Köpfe, starke Netzwerke, aber auch verlässliche wirtschaftliche Rahmen­bedingungen.“

Ministerin Anke Rehlinger sieht das Saarland dabei grundsätzlich gut aufgestellt: „Das Industrieland Saarland verfügt über leistungsfähige Forschungscluster und Innovations­netzwerke, die es weiter zu fördern und auszubauen gilt“, betonte aber auch, dass innovatives Handeln verlässliche Rahmenbedingungen braucht: „Es kann nicht sein, dass unsere Industrie etwa durch weitere Belastungen durch den CO2-Emissionsrechtehandel, die Länder außerhalb der EU nicht zu tragen haben, ausgebremst wird. Das gefährdet die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen – und damit auch deren Inno­vations­­potenzial!“

Quelle: AG der Dillinger Hüttenwerke