17.09.2012

Geschäftsbereich Wafer als Ausrüster für die diamantdrahtbasierte Waferproduktion

Die Wafer der Zukunft werden immer dünner und gehen auf Stärken von 140 μm zu. Der Slurry-Sägeprozess in der monokristallinen Waferproduktion steht daher vor der Ablösung durch einen diamantdrahtbasierten Sägeprozess. Dessen Vorteile liegen im nahezu parallelen Verlauf des Sägeschnitts und einer geringen Schnittbreite (Kerf), wodurch wertvolles Rohmaterial eingespart wird.

Die SCHMID Group hat ihre gesamte Produktpalette im Geschäftsbereich Wafer für die diamantdrahtbasierte Waferproduktion vorbereitet und bietet neben den Anlagen für Waferreinigung, Vereinzelung und Inspektion einen eigenen Diamantsägedraht und weitere umfangreiche Dienstleistungen rund um den Sägeprozess an. Auf der Intersolar Europe in München stieß gerade der Diamantsägedraht auf gute Resonanz, da die bisherigen Tests hervorragende Ergebnisse erzielen und den Marktführer sogar in punkto Dickenvariation (TTV) schlagen.

"Den Zeitpunkt für die Produktvorstellung sehen wir jetzt als sehr günstig an. Alle wesentlichen Marktteilnehmer suchen nach Lösungen für die Kostenoptimierung ihrer Waferprozesse", ergänzt Reinhard Huber, Vice President der Geschäftsbereichs Wafer in der SCHMID Group, dessen Verkaufsteam die gesamte Produktpalette für den Diamantprozess vertreibt. "Der Diamantsägedraht bietet die Basis für Kosteneinsparungen. Besonders im stark wachsenden Markt für monokristalline Wafer ist der Draht schon heute das anerkannte Mittel, um zukünftig dünnere Wafer mit gleichzeitig höherer Parallelität der Oberfläche (TTV) herzustellen."

Die diamantbesetzten Sägedrähte der FK-Serie, die beim japanischen SCHMID Group-Mitglied Facility hergestellt werden, sind bereits auf den gängigen Wafersägen getestet und zeichnen sich durch ihren geringen Durchmesser und die kontrollierte und gleichmäßige Diamantkonzentration aus. Bisherige Kundenfeedbacks bestätigen hohe Vorschubgeschwindigkeiten bei geringem Verschleiß und kleinem Kerf.

Damit ist SCHMIDs Strategie voll aufgegangen. Schon zu Beginn der dreijährigen Entwicklungsphase war das große Marktpotenzial erkennbar. "Wir sind überzeugt von den Vorteilen des Diamantsägedrahts, der sich in Japan bereits bewährt hat.", so der Geschäftsführer von Facility, Kazuyuki Kishi." Die nächste Phase ist die weltweite Vermarktung, wobei der Schwerpunkt auf dem asiatischen Kontinent liegen wird.

Alle technischen Herausforderungen einer Produktionsumstellung auf den Diamantsägeprozess begleitet die SCHMID Group komplett und kompetent in den Kernprozessen Sägen, Reinigen, Vereinzeln, Inspizieren und Texturieren. Dabei greift man auf umfangreiches Know-How aus Kundenprojekten und eigenen Testcentern zurück.

Zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Diamantsägeprozesses hat die SCHMID Group im Mai einen Kooperationsvertrag mit dem global agierenden und unabhängigen Institut Fraunhofer CSP (Halle/Saale) abgeschlossen.

Quelle: SCHMID Group | Gebr. SCHMID GmbH