02.05.2012

Fehler vermeiden – wirtschaftlicher reinigen

Um das erforderliche Reinigungsergebnis prozesssicher, schnell und wirtschaftlich herzustellen, spielen neben der Anlage weitere Faktoren eine Rolle: von der Auswahl des geeigneten Reinigers, des Reinigungsbehältnisses über die Badpflege bis zur Verpackung der gereinigten Teile.

Die Reinigung von Werkstücken und Oberflächen kostet Geld. Welcher Aufwand erforderlich ist, hängt ganz wesentlich von den Sauberkeitsanforderungen ab. Aber unabhängig davon, ob es eine eher einfache Entfettung oder eine anspruchsvolle Reinigungsaufgabe mit Restschmutzanforderungen ist, durch die Betrachtung der gesamten Prozesskette lassen sich meist nicht nur Kosten senken, sondern auch die Qualität erhöhen.

Fertigungsschritt Reinigen – ein Zusammenspiel vieler Faktoren

Eine optimal auf die Verschmutzung und Sauberkeitsanforderungen sowie auf das Teileaufkommen abgestimmte Reinigungsanlage und Verfahrenstechnik ist das A und O. Es empfiehlt sich dabei zu unterscheiden, ob das Reinigungssystem für eine Vor- beziehungsweise Zwischenreinigung oder die Feinreinigung eingesetzt wird. Beim Einsatz eines Fein-/Feinstreinigungssystems für andere Aufgaben besteht die Gefahr, dass es in der Anlage zu Schmutzablagerungen kommt, die sich später auf den feingereinigten Teilen wieder finden.

Werden wässrige Reinigungsanlagen mit Leitungswasser betrieben, können dessen Inhaltsstoffe im Reinigungs- und Spülprozess Probleme verursachen. Eine wesentliche Rolle spielen die Wasserhärte und der Salzgehalt. Ein erhöhter Gesamtsalzgehalt kann die Ausfällung von Kalk, Kalkseifen, Phosphaten, Silikaten, Tensiden und Korrosionsinhibitoren verursachen. Mögliche Folgen sind eine Verminderung der Reinigungswirkung und des Korrosionsschutzes sowie Flecken auf den Teilen. Eine entsprechende Wasseraufbereitung sorgt für Abhilfe.

Qualität, Dauer und Energieverbrauch des Reinigungsprozesses hängen ganz entscheidend auch vom verwendeten Reinigungsbehältnis ab. Durch eine geschlossene oder gelochte Blechkiste kann weder ein Spritzstrahl noch Ultraschall seine Wirkung voll entfalten oder das Medium die Teile von allen Seiten gut umspülen. Dies ist jedoch für ein gutes Reinigungsergebnis unverzichtbar. Eine optimale Teilezugänglichkeit und Materialverträglichkeit bieten Reinigungsbehältnisse aus rostfreiem Edelstahl-Runddraht. Sie zeichnen sich darüber hinaus durch ein erheblich besseres Abtropfverhalten aus, so dass deutlich weniger Schmutz und Reinigungsmedium verschleppt wird als durch geschlossene oder gelochte Kisten.

Außerdem ermöglichen Drahtbehältnisse eine kürzere und energiesparendere Trocknung. Zu klein dimensionierte beziehungsweise nicht richtig auf die Reinigungsaufgabe ausgelegte Einrichtungen zur Badpflege (z. B. Ölabscheider, Partikelfilter, Membranfilter) führen schnell zu einer Anreicherung von Verunreinigungen in den Bädern und einer mangelnden Reinigungsqualität. Häufige Badwechsel und damit verbunden ein Mehrverbrauch an Reiniger, Energie und gegebenenfalls Wasser sowie steigende Mengen Abfall und Abwasser treiben die Betriebskosten ebenfalls in die Höhe.

Um einen problemlosen und wirtschaftlichen Reinigungsprozess über möglichst lange Zeit sicherzustellen, ist auch ein Mindestmaß an Überwachung erforderlich. Dies betrifft beispielsweise die Reinigerkonzentration, Wasserqualität, den Badfüllstand und Filterzustand. Nach der Reinigung verhindern ein sauberkeitsgerecht angepasstes Handling sowie eine entsprechende Verpackung der Teile deren Rückkontamination.

Quelle: fairXperts GmbH