04/06/2010

Auf der Suche nach der nachhaltigen Energie

Wo kommt eigentlich der Strom her? Mit der Antwort „aus der Dose“ konnte man vor einigen Jahren vielleicht noch ein paar Lacher ernten, inzwischen ist das Thema aber zu ernst, als dass man Unwissenheit so verstecken sollte. Schon heute müssen Kinder und Jugendliche im eigenen Interesse für die nachhaltige Energiegewinnung sensibilisiert werden. Zum Beispiel durch einen „Energiekompass“! Mit dieser Idee haben jetzt Studierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena beim Wettbewerb „Energie für Ideen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen. Maria Gehre und Julius Jöhrens entwickelten den „Energiekompass“ – gemeinsam mit Katja Puschkarsky, Friedemann Polzin und Lucas Bitzer vom Verein Sunfried sowie Stephan Neuhausen vom Netzwerk JUBiTh (JugendUmweltBildung Thüringen) – und wurden damit neben zwölf anderen Projekten am Donnerstag (3. Juni) von einer Jury aus Wissenschaftlern und Kommunikationsprofis ausgezeichnet. Mit dem Wettbewerb fördert das BMBF im „Wissenschaftsjahr Energie“ Ideen, die auf kreative Art und Weise Möglichkeiten und Aspekte der Energieforschung vermitteln. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Grundlegend für die Jenaer Idee ist eine Art moderne Schatzsuche: „Ausgerüstet mit GPS-Geräten begeben sich die Schüler auf eine Reise durch die Jenaer Energielandschaft und besuchen Kraftwerke, Forschungsinstitute und Anschauungsobjekte“, erklärt Maria Gehre. „Die dafür notwendigen Koordinaten bekommen sie durch das Lösen von energiebezogenen Fragen. Dabei helfen Experten, die mit Rat und Experiment zur Seite stehen.“ Inhaltlich gehe es sowohl um regenerative Energiequellen als auch um Potenziale zur Effizienzsteigerung bei konventioneller Energieerzeugung. Dadurch sollen junge Menschen für die Anwendung und Forschung begeistert und gleichzeitig auf einen bewussten Energieverbrauch eingestellt werden.

Die Erfinder wollen ihre Idee nun während einer Projektwoche an einem Gymnasium in Jena ausarbeiten und erproben. Anschließend soll der „Energiekompass“ in diesem Jahr noch an weiteren Schulen durchgeführt werden. Dabei hilft auch der Preis, denn die 10.000 Euro Preisgeld fließen ausschließlich in die Verwirklichung des Projektes.

Nähere Informationen zum Wettbewerb „Energie für Ideen“ unter: http://www.energie-fuer-ideen.de