06/12/2010

2. WJS/DVS Conference on Joining Plastics zeigte Trends im Fügen von Kunststoffen

Die Fachtagung zeigte, dass die bislang erfolgreich angewendeten Schweißverfahren für Standardthermoplasten im Fertigungsschweißen auch auf neue Werkstoffe übertragbar sind. So lassen sich die Verfahren beispielsweise für den für Rohre, Tanks und Apparate verwendeten Werkstoff PE100-RC anwenden sowie für Werkstoffe mit modifizierten Eigenschaften, wie etwa elektrisch leitfähige und schwerentflammbare Formmassen. Eine Erweiterung der Richtlinien des DVS - Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. für diese Werkstoffe ist bereits in der Umsetzung. Diese Richtlinien berücksichtigen auch höhere Wanddicken bei Rohrverbindungen, die heute zunehmend gefordert werden. Nach wie vor suchen Industrie und Wissenschaft nach Lösungswegen, die internationalen Schweißrichtlinien für Polyethylen zu harmonisieren. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Verarbeitungsmethoden nach DVS-Richtlinien zu langfristig guten Fügeverbindungen führen und eine Basis für diese Harmonisierung bilden könnten.

In der Serienfertigung kommt das Laserdurchstrahlschweißen immer häufiger zum Einsatz. Mit diesem Prozess lassen sich auch transparente Kunststoffe verbinden, was zu einer enormen Ausweitung des Farbspektrums der Fügeteile führt. Innovative Optionen zur Prozessbeobachtung machen den Fügeprozess zudem immer "sicherer" - im ganz Großen wie im ganz Kleinen. So werden die Bauteile, die mit Laserstrahlschweißverbindungen gefügt werden, immer größer. Die Schweißnähte an kleinen Bauteilen dagegen werden immer filigraner. Damit eignet sich der Prozess auch für mikrotechnische Bauteile.

Die nächste WJS/DVS Conference on Joining Plastics ist für das Jahr 2012 geplant.

Quelle: DVS - Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.