Die Stahlproduktion in den 70 Ländern, die an die World Steel Association (worldsteel) berichten, erreichte im Juli 2026 149,2 Millionen Tonnen (Mt) – ein moderater Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die regionale Entwicklung fiel sehr unterschiedlich aus. Asien und Ozeanien, die zusammen den Großteil der weltweiten Produktion ausmachen, kamen auf 109,4 Millionen Tonnen – ein Minus von 1,2 Prozent im Jahresvergleich. Am stärksten fiel der Rückgang im Nahen Osten aus, wo die Produktion um 13,4 Prozent einbrach. Mehrere Regionen entwickelten sich hingegen gegen den Trend: Afrika legte um 6,1 Prozent zu, Europa außerhalb der EU um 5,8 Prozent, und Nordamerika verzeichnete ein Plus von 4,9 Prozent. Innerhalb der EU stieg die Produktion um 3,8 Prozent auf 10,5 Millionen Tonnen. Auch Russland zusammen mit den übrigen GUS-Staaten und der Ukraine sowie Südamerika verbuchten moderate Zuwächse.
China weiterhin dominant, trotz Rückgang
Unter den einzelnen Produzentenländern bleibt China mit großem Abstand die Nummer eins: Mit 76,9 Millionen Tonnen führt das Land die Rangliste an, obwohl die Produktion dort im Jahresvergleich um 3,6 Prozent zurückging. Auf Platz zwei folgt Indien mit 14,4 Millionen Tonnen (+1,9 Prozent), vor den USA mit 7,4 Millionen Tonnen (+4,4 Prozent) und Japan mit 6,9 Millionen Tonnen (+0,4 Prozent). Den auffälligsten Zuwachs des Monats verzeichnete Vietnam: Dort stieg die Produktion um 34,7 Prozent im Jahresvergleich auf 2,7 Millionen Tonnen. Deutschlands geschätzte Produktion wuchs derweil um 3,0 Prozent auf 2,8 Millionen Tonnen – und lag damit gleichauf mit dem Monatswert Brasiliens.
Quelle: World Steel Association