Der positive Trend im Rohrsektor wurde durch den Krieg in der Ukraine und Probleme in der Lieferkette in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 unterbrochen. Auch die Energiekrise hatte enorme Auswirkungen auf den Sektor, einschließlich der Pipeline-Projekte in der Region.
Im Gesamtjahr ging die Rohrproduktion in der EU im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent zurück, verglichen mit dem Rückgang von 2,4 Prozent in der vorherigen Prognose. Dem EUROFER-Bericht zufolge wird sich die Nachfrage nach geschweißten Großrohren aus dem Öl- und Gassektor Öl- und Gassektor langfristig nicht wesentlich verbessern, da die EU den Übergang zum Transport von Flüssigerdgas (LNG) zur Deckung ihres Energiebedarfs beschleunigt hat. Damit wird ihre Abhängigkeit vom Gastransport über Pipelines verringert.
Einerseits wird erwartet, dass die weltweite Ölnachfrage, die Inbetriebnahme oder der Bau neuer Pipelines aufgrund der hohen geopolitischen Unsicherheit und der schlechten globalen wirtschaftlichen Aussichten in der EU auch im Jahr 2024 zurückgehen wird. Andererseits wird aber auch die Nachfrage aus dem Bausektor zurückgehen und nur bescheiden zum Produktionswachstum beitragen, während die Nachfrage nach Rohren aus dem Automobil- und Automobil- und Maschinenbausektor relativ stark bleiben dürfte.
EUROFER erklärte, dass die Produktion im EU-Stahlrohrsektor voraussichtlich um 0,5 Prozent im Jahr 2024 verringern wird. Für das Jahr 2025 wird ein Anstieg der Rohrproduktion um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet.