Die deutschen Stahlhersteller thyssenkrupp Steel und Salzgitter AG haben nach intensiven Verhandlungen eine Vereinbarung über die Zukunft der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) erzielt. Demnach soll thyssenkrupp Steel seinen HKM-Anteil mit Wirkung zum 1. Juni 2026 an die Salzgitter AG übertragen.
Im Zuge der Einigung sollen zudem die Stahllieferungen von HKM an thyssenkrupp Steel bereits Ende 2028 auslaufen – und damit vier Jahre früher als ursprünglich bis 2032 vorgesehen. Finanzielle Details der Trennung sowie Anpassungen bestehender Vertragswerke wurden nicht veröffentlicht.
Der Vollzug der Transaktion steht weiterhin unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen sowie eines positiven Ergebnisses der von der Salzgitter AG beauftragten Business-Continuity-Prüfung. Darüber hinaus ist die Zustimmung von Vallourec, dem dritten Anteilseigner an HKM, erforderlich, der seinen Anteil im Rahmen der Neuordnung ebenfalls an Salzgitter veräußern müsste.
Salzgitter-CEO Gunnar Groebler bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Meilenstein zur Sicherung einer industriellen Zukunft für HKM und zur Schaffung von Klarheit für alle Beteiligten, einschließlich der Beschäftigten. Zugleich könne der Standort eine Rolle im Rahmen der Transformation der Salzgitter AG hin zu einer kohlenstoffarmen Stahlproduktion spielen.
Für Vallourec, weltweit tätig als Hersteller hochwertiger Rohrlösungen, besitzt die Entscheidung strategische Bedeutung im Hinblick auf die künftige industrielle Ausrichtung und Kapitalallokation innerhalb der europäischen Stahl- und Rohrwertschöpfungskette.