Der ukrainische Hersteller von rostfreien nahtlosen Rohren, Centravis, hat eine regelmäßige Liefervereinbarung mit dem deutschen Unternehmen Voss Fluid geschlossen. Voss Fluid, spezialisiert auf hydraulische Verbindungen, verfügt über Niederlassungen in Frankreich, Polen, Italien, Spanien und China. Diese Partnerschaft wurde von Kallanish bekannt gegeben.
Die ukrainischen nahtlosen Rohre von Centravis werden zur Herstellung von Verbindungen mit einem sehr hohen Schutzgrad verwendet, der auch unter schwierigsten Betriebsbedingungen Schutz vor Undichtigkeiten bietet. Diese Rohre kommen insbesondere in Projekten zum Einsatz, bei denen Wasserstoff und komprimiertes Erdgas verwendet werden. Voss Fluid hat kürzlich eine spezielle hydraulische Verbindung für Wasserstoff entwickelt und patentiert, und Centravis liefert hauptsächlich Rohre für solche Projekte.
"Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Aufträge in diesem Segment im Laufe der Zeit steigen wird, da Wasserstoffprojekte von Jahr zu Jahr beliebter werden", sagt Viktor Chernetsky, Leiter des Automobilsektors bei Centravis.
Zuvor hatte sich Centravis zusammen mit dem französischen Unternehmen Duncha France an einem EU-Projekt zur Herstellung von Autos mit Wasserstoffmotor beteiligt. Für die Umsetzung hat Centravis eine Reihe von hochpräzisen nahtlosen Edelstahlrohren entwickelt – H2FIT. Diese Rohre werden in leichte Nutzfahrzeuge eingebaut und tragen dazu bei, die Null-Kohlenstoff-Ziele der EU zu erreichen.
Centravis steigerte die Produktion im ersten Halbjahr auf 6.880 Tonnen, was einem Anstieg von 9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2023 erzielte Centravis eine Produktion von 12.200 Tonnen, was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Absatz stieg um 7 % auf 12.300 Tonnen. Der Umsatz von Centravis blieb im Jahr 2023 mit 135 Mio. € (146 Mio. $) gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Ebitda erreichte 10 Mio. € gegenüber 11,3 Mio. € im Jahr 2022.
Der Rohrhersteller verkaufte mehr als 99 % seiner Produkte auf den Exportmärkten. Die wichtigsten Märkte waren Deutschland mit einem Anteil von rund 40 % und die USA mit einem Anteil von 20 %. Nennenswerte Mengen wurden auch nach Italien, Österreich und Tschechien verschifft. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Hilfsgüter in 38 Länder geschickt.