Dänemark und Nordrhein-Westfalen verlängern ihre Kooperation zur Wärmewende um drei Jahre. Ziel ist es, das Know-how der dänischen Energiepolitik für die Umsetzung kommunaler Wärmepläne und industrieller Dekarbonisierung in NRW nutzbar zu machen. Träger der Partnerschaft sind NRW.Energy4Climate und die Dänische Energieagentur.
Schwerpunkt der Kooperation sind Digitalisierung, Sektorenkopplung und praxisorientierte Projekte. Bereits bisher haben Kommunen und Versorger beider Länder intensiv Erfahrungen zu Fernwärmetechnologien und Wärmeplanung ausgetauscht. In der neuen Phase sollen nun verstärkt Fragen der konkreten Umsetzung im Fokus stehen – etwa Planung und Finanzierung von Wärmenetzen, Betreibermodelle sowie der Einsatz digitaler Tools für effizientere Netze.
„Nordrhein-Westfalen und Dänemark übernehmen Verantwortung für eine gute Zukunft ohne fossile Energien. Mit unserer Partnerschaft setzen wir auf innovative Lösungen für die Wärmewende und eine klimaneutrale Industrie“, sagt Christian Mildenberger, Geschäftsführer NRW.Energy4Climate, hervor. „Die Zusammenarbeit mit Dänemark hilft uns, erprobte Technologien und effiziente Ansätze schnell in die Praxis zu bringen. Damit beschleunigen wir die Transformation der Industrie und machen die Wärmewende wirtschaftlich tragfähig.”
Vorgesehen sind Fachtagungen, Delegationsreisen und Webinare, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Dänemarks Vorreiterrolle bei Abwärmenutzung und Prozesswärme dient dabei als Vorbild. Erste Projekte in NRW zeigen die Übertragbarkeit: In Siegen-Wittgenstein wird geprüft, wie industrielle Abwärme künftig in die Wärmeversorgung integriert werden kann. Auch im Raum Duisburg laufen Kooperationen zwischen Industrie und Energieversorgern zur Nutzung von Prozesswärme auf Basis dänischer Erfahrungen.
(Quelle: NRW.Energy4Climate)